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CBD

Vielen wird es mittlerweile bekannt sein – Cannabidiol, auch bekannt als CBD. Es gibt CBD in vielen verschiedenen Varianten einfach zu kaufen, als Tropfen oder Crèmes zum Beispiel.

CBD soll, laut Herstellern, gegen alle möglichen Krankheiten bzw. Symptome helfen können und wird häufig als Wundermittel beworben – von Schlafstörungen über Psychosen bis hin zu Entzündungen sei fast alles behandelbar. Wenn man CBD aus medizinischen Gründen konsumiert bzw. konsumieren möchte, sollte dies immer in Absprache mit Ärzt/innen passieren. Mitterlweile ist es möglich, einen entsprechenden Antrag zur Kostenübernahme bei den Krankenkassen zu stellen. Diese Anträge sind meist mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden und sollten von behandelnden Mediziner/innen begleitet werden. Bei Fragen dazu, könnt ihr euch aber auch gerne bei uns informieren.

CBD ist eines von vielen Cannabinoiden aus dem weiblichen Hanf und ist neben THC wahrscheinlich das bekannteste Cannabinoid der Cannabispflanze. Im Gegensatz zum THC wirkt CBD allerdings nicht psychoaktiv, das high fehlt also. Drugcom verweist zu diesem Thema auf eine Studie, die sich genau dieser Annahme angenommen hat. In dieser Studie wurde festgestellt, dass die Wirkung von CBD und THC wesentich komplexer ist, als wahrscheinlich angenommen. In hohen Dosen konnte das CBD ebenfalls psychoaktive Wirkungen hervorrufen, auch wenn diese wesentlich geringer ausfielen als beim Konsum von THC. Um genaue Wirkungsweisen und Einsatzgebiete feststellen zu können, wird es weitere Studien und Forschungen benötigen und wir halten euch dahingehend gerne auf dem Laufenden.

Zum Schluss wollen wir euch noch darauf aufmerksam machen, dass in der Vergangenheit bereits CBD-Produkte aufgetaucht sind, die mit synthetischem Cannabis versetzt wurden. Beim Konsum von synthethischem Cannabis kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen. Wenn ihr dazu mehr Informationen haben möchtet, könnt ihr gerne die Seiten von BAS!S – Beratung, Arbeit, Jugend & Kultur e.V. oder drugcom besuchen oder euch an uns wenden.

Microdosing

Unter Microdosing versteht man den Konsum kleinster Mengen halluzinogener Drogen, meist LSD. Der Trend kommt, wie so viele, aus dem Silicon Valley der USA. Als Mikrodosis werden z.B. 5 – 15 Mikrogramm LSD angesehen, weil eine Menge ab 15 Mikrogramm bemerkbare Veränderungen der Wahrnehmung erzeugen. Je nach Substanz verändert sich auch die Mikrodosis. Der Konsum dieser niedrigen Menge soll eben kein high hervorrufen, sondern die Leistungsfähigkeit steigern und Depressionen oder Ängste bekämpfen.

Im Internet findet man unzählige Erfahrungsberichte von sogenannten Microdosern. Leider gibt es sehr wenig Studien bzw. wissenschaftliche Daten zu dieser Art und den möglichen Folgen des Konsums. Potenzielle Risiken, wie das Auslösen einer Psychose oder das Suchtpotenzial, sind nicht ausreichend erforscht. Bei der Einnahme solcher Mikrodosierungen sollte unbedingt darauf geachtet werden, die Zeiträume des Konsums kurz zu halten und größere Konsumpausen einzulegen, um einer psychischen Abhängigkeit entgegenzuwirken. Sollten die Microdosen eigenständig als Medikament eingenommen werden, sollte die Einnahme unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, damit es nicht zu Wechselwirkungen kommt.

Bei weiteren Fragen zu dem Thema könnt ihr euch gerne an uns wenden.

Quellen: saferparty.ch, Zeit online, Weltspiegel

Was konsumier‘ ich da eigentlich?

Sei es der Kumpel oder der Dealer des Vertrauens – Im besten Fall weiß man was man kriegt und weiß wie es wirkt. Bei Cannabis lässt sich die Wirkung oftmals gut einschätzen, wenn nicht gerade Vorbelastungen wie Psychoserisiken hinzukommen.

Bei chemischen Drogen wie z.B. MDMA (auch Ecstasy genannt) kann der Wirkstoffgehalt anders als bei Medikamenten immer gewissen Schwankungen unterliegen. Zudem haben Faktoren wie Körpergröße und Gewicht einen Einfluss auf die vertragbare Höchstdosis.

Doch wie kann man sich schützen? Partypack, ein Projekt der Suchthilfe Köln gGmbH hat zum einen eine Infoseite zu Ecstasy erstellt, die Risiken und Safer Use Informationen beinhaltet. Zum anderen werden regelmäßig Pillenwarnungen veröffentlicht, die Drogenfunde jeglicher Art mit Foto und Wirkstoffgehalt zeigen. Dies hilft Konsumentinnen und Konsumenten beim identifizieren von z.B. zu hoch dosierten oder gestreckten Drogen.

Wenn ihr euch selbst unsicher sein solltet, bieten Apotheken in NRW die Möglichkeit anonym Drogen testen zu lassen. Pro Substanz kostet dieser Test allerdings 25,-€ und gibt nur Aufschluss darüber welche Substanzen enthalten sind, nicht über die Dosierung.

Mehr Bestellungen werden inzwischen übers Darkweb getätigt – Onlineshops mit Versand im neutralen Paket bis vor die Haustür. Über dieses Thema werden wir demnächst einen eigenen Beitrag verfassen.

Kokainkonsum steigt in Deutschland

Laut dem Lagebericht des BKA gab es 2019 359.747 Drogendelikte. Im Gegensatz zu 2018 ist die Zahl um 2,6% gestiegen.

Der Großteil habe laut BKA mit Kokain zu tun. Dabei sind es nicht bloß reiche Menschen, die sich Kokain leisten (können), sondern auch junge Leute greifen vermehrt zu dem weißen Pulver.

Die Preise für Kokain sind in den letzten Jahren relativ stabil geblieben. Ein Gramm der Droge kann auf der Straße für ca. 70€ erworben werden. Im Vergleich: 2003 kostete ein Gramm 60€. Der Wirkstoffgehalt ist dafür seit 2003 um fast 45% gestiegen und lag 2018 bei ca. 78%. Wenn die Inflation mit einbezogen wird, kriegt man heute „mehr für sein Geld.“

Die Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) möchte in der Präventionsarbeit thematisch einen neuen Schwerpunkt setzen. Wörtlich sagt sie: „Wir sprechen ständig über Alkohol oder Tabak, wir müssen die Scheu ablegen auch über illegale Drogen zu reden, gerade wenn ich mir die Entwicklung bei Kokain anschaue.“

Auch bei Kokain ist es wichtig die Safer Use Regeln zu beachten, da über scharfkantige Röhrchen oder Geldscheine die von mehreren Personen verwendet werden, es zu Infektionen mit HIV und vor allem Hepatitis C kommen kann. Auf der Seite der Aidshilfe gibt es nochmal die wichtigsten Regeln.

Weltaidstag 2020

Solidarität schützt – das ist das Motto des diesjährigen Weltsaidstages, am 01. Dezember, in Wuppertal.

Dieses Jahr läuft, bedingt durch Corona, alles etwas anders. Einige Aktionen, die ihr aus den letzten Jahren kennt, können dieses Jahr leider nicht einfach so umgesetzt werden. Welche Veranstaltungen genau am diesjährigen Weltaidstag stattfinden, könnt ihr auf der Internetseite der AIDS-Hilfe Wuppertal herausfinden.

Ihr könnt euch beispielsweise in den City-Arkaden am 01. Dezember kostenlos eine rote Schleife beim Infostand der Wuppertaler Aidshilfe abholen kommen, um Solidarirät mit den Betroffenen zu zeigen. Weiterhin wird es eine Lesezeichenaktion lokaler Buchhändler und Bibliotheken geben, bei der ihr in teilnehmdenden Buchhandlungen und Büchereien kostenlos Lesezeichen zum Welt-AIDS-Tag erhalten könnt. Auch digital ist der Weltaidstag dieses Jahr vertreten: man kann ganz einfach ein bereits für diesen Tag erstelltes GIF zum Weltaidstag über die sozialen Netzwerke teilen, um die Aufmerksamkeit für das Thema HIV und Aids zu vervielfachen.

Also legt die rote Schleife an und macht mit 🙂

Grünkohl-Zeit

Ab Dezember ist wieder Grünkohl-Saison. Wir bieten euch heute schon ein Rezept und widmen uns so einer unserer Lieblingskategorien: dem Essen 😀

Wie versprochen, wollen wir hier auch einige unserer Lieblingsrezepte mit euch teilen. Kochen ist ein super Zeitvertreib und vor allem während der Coronazeit kann es eine willkommene Ablenkung sein, neue Gerichte auszuprobieren.
Wir möchten euch gerne ein vegetarisches Gericht vorstellen, das auch für den kleinen Geldbeutel geeignet ist. Das Rezept kommt ursprünglich von HelloFresh aus Berlin und wurde von uns bereits als überaus lecker befunden. Wir haben das Rezept sogar schon nachgekocht und haben für euch aufgelistet, was ihr dafür benötigt. Der durchschnittliche Preis für eine Person liegt bei diesem Gericht bei ca. 1,85€, wenn ihr die Zutaten für das Rezept selber kauft. Dabei können die Preise natürlich immer etwas schwanken, je nach Supermarkt, Hersteller und Saison.

Für das Rezept (für vier Personen) benötigt ihr folgende Zutaten:
800g Spätzle
400g Sahne
300g Champignons
4g Gemüsebrühe
2 Zwiebeln
2 Tomaten
1 Chilischote
2 Knoblauchzehen
Barbecue Sauce (nach Geschmack)
200g Grünkohl (TK oder frisch)

Frischer Grünkohl
(Pixabay)

Zuerst müsst ihr die Champignons in Scheiben schneiden, die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und fein hacken, sowie Tomaten und die Chilischote klein schneiden. Die Chilischote solltet ihr entkernen, damit es nicht zu scharf wird.

Die Spätzle solltet ihr nach Anweisung bissfest kochen und dann zur Seite stellen. Währenddessen Champignons, Zwiebeln, Knoblauch und Chili 5 Minuten in einer Pfanne anbraten.

Das Gemüste nach 5 Minuten mit der Sahne ablöschen, Gemüsebrühe hinzufügen und 2 Minuten andicken lassen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Als Letztes die Spätzle, Tomaten und Grünkohl hinzufügen. Die Barbecue Sauce nach Geschmack ebenfalls hinzufügen. Voilà, fertig ist das super leckere Veggie-Gericht.

Hier haben wir euch das Rezept noch mal komplett von HelloFresh verlinkt. Im Laufe der Zeit werden wir euch noch andere Rezepte inkl. den dazugehörigen Internetseiten vorstellen und hoffen, dass ihr fleißig mitkocht 🙂

Welche Rezepte möchtet ihr gerne mit uns teilen? Antwortet uns doch in den Kommentaren.

Quelle (werbliche Kennzeichnung): HelloFresh

Die Drogenpolitik in Schweden

Vor einigen Wochen haben wir euch die Drogenpolitik von Portugal vorgestellt. Den Beitrag dazu könnt ihr weiter unten finden. Entgegengesetzt zur entkriminalisierenden Politik von Portugal, möchten wir euch heute die eher restriktive Drogenpolitik im skandinavischen Land, Schweden, vorstellen.

Schwedische Flagge

In Schweden existieren strenge Gesetzte gegen den Drogenkonsum und die Regierung setzt auf eine Null-Toleranz-Politik. In dieser restriktiven Politik wird so gut wie gar nicht zwischen harten und weichen Drogen unterschieden, wie es in den meisten anderen Ländern der Fall ist. Die Polizei darf z.B. Urinproben anordnen, wenn sie auch nur den kleinsten Verdacht hegen, dass Drogen konsumiert worden sind. Dafür muss man nicht mal beim Konsum oder Handel erwischt worden sein. Wer erwischt wird, muss mit Gefängnis oder Zwangsentzug rechnen. Klingt streng? Ist es leider auch.

Wer nun denkt, dass diese repressive Politik dem Drogenkonsum entgegenwirkt, sollte sich die Zahlen der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht anschauen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind die Zahlen der Todesfälle durch Überdosierungen in Schweden weit über dem Durchschnitt. Auch die Zahl der Verstöße gegen die Drogengesetzgebung steigen weiter an. Die strikte Politik der Schweden kriminalisiert die Konsumenten/Konsumentinnen und sieht die „Beseitigung“ der Nachfrage vor.

Welches Politik-Modell haltet ihr für sinnvoll? Habt ihr weitere Anmerkungen für den Umgang mit Drogen in der Politik? Schreibt uns gerne dazu 🙂

Quellen: Spiegel.de, Hanfverband, The European, Neue Züricher Zeitung, tagesschau

International Overdose Awareness Day

Heute, am 31. August, ist der International Overdose Awareness Day. Wir wollen dazu nur einen ganz kurzen Eintrag heute mit euch teilen, damit mehr Leute auf diesen Tag aufmerksam werden.

Auch im Jahr 2020 sterben immer noch mehr als 1.000 Drogenkonsumenten/Drogenkonsumentinnen an Überdosierungen und Folgen ihres Konsums. Um das Bewusstsein für Überdosierungen und problematischen Drogenkonsum zu schärfen und auch die Prävention dahingehen zu verstärken, wurde 2001 der International Overdose Awareness Day von Sally J. Finn ins Leben gerufen. 2019 fanden weltweit über 800 Veranstaltungen in 39 Ländern der Welt statt.

Dieses Jahr haben wir zum International Overdose Awareness Day Plakate in unserer Einrichtung aufgehangen, zu denen ihr auf Karteikarten schreiben könnt, was für euch die wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Überdosierungen sind oder was euch ganz persönlich geholfen hat, eine Überdosierung zu vermeiden.

Kommt also gerne vorbei und beteiligt euch an der Aktion 🙂

Was glaubt ihr, wie das Bewusstsein anderer Leute noch mehr für dieses Thema geschärft werden kann?

https://www.overdoseday.com/

Wuppertaler Diamorphinambulanz

Heute würden wir euch gerne die neue Diamorphinambulanz in Wuppertal vorstellen.

Diamorphin, fachlich auch Diacetylmorphin genannt, wurde 1874 entdeckt und 1898 von Bayer unter dem Namen Heroin herausgebracht. Diamorphin ist also pharmazeutisch hergestelltes Heroin. Seit 1898 hat sich allerdings eine Menge verändert. Wir werden euch zum späteren Zeitpunkt noch mal eine genauere Historie des Suchtmittels Heroin zur Verfügung stellen. Heute kann es zur Behandlung von Opiatabhängigkeit per Rezept verordnet werden und weist im Vergleich zum Straßenheroin keine Verunreinigungen und Giftstoffe auf. Die meist gestellten Fragen zur Vergabe von Diamorphin werden hier, auf der Internetseite der Düsseldorfer Diamorphinambulanz beantwortet.

Seit dem 01.07.2020 ist es unter bestimmten Aufnahmekriterien möglich, eine schwere Heroinabhängigkeit in der Wupppertal Diamorphinambulanz medizinisch versorgen zu lassen. Diamorphin ist ein „hochreines, aus pflanzlichem Rohopium hergestelltes Heroin“ (Flyer der WDA) und gilt seit 2010 als zugelassenes Medikament zur Behandlung einer Heroinabhängigkeit. Allerdings steht nicht jede/r Patient/in diese medizinische Regelversorgung zur Verfügung. Die Aufnahmekriterien, die auf gesetzlichen Vorgaben beruhen, lauten wie folgt:
● Vollendetes 23. Lebensjahr
● Mindestens fünfjährige Heroinabhängigkeit mit derzeitig überwiegendem intravenösem Konsum
● Durchführung von mindestens zwei erfolglosen Behandlungsversuchen der Opiatabhängigkeit, wovon mindestens einer ein Versuch der oralen Substitutionsbehandlung von sechs Monaten Dauer sein soll
● Immer wieder Opiatbeikonnsum bzw. Rückfälle
● Schwere körperliche und seelische Funktionsstörungen
● Bereitschaft zur psychosozialen Betreuung

Wie ihr merkt, sind das ganz schön viele Vorgaben, die erfüllt sein müssen, um in die Diamorphinvergabe reinzukommen. In einem Beitrag bei der Lokalzeit Bergisches Land im WDR wünscht sich Dr. Plattner, der behandelnde Arzt in der Ambulanz, allerdings niedrige Hürden für den Einstieg in das Diamorphinprogramm. Die Sendung haben wir euch hier nochmal verlinkt. Wenn ihr darauf klickt, könnt ihr weiter unten zu dem Beitrag Drogen im Bergischen: Heroin auf Rezept klicken und gelangt so direkt zum Beitrag.

Logo der Wuppertaler Diamorphinambulanz

Die Wuppertaler Diamorphinambulanz bietet 200 Plätze an. Zusätzlich dazu werden vor Ort eine psychiatrische und hausärztliche Versorgunng, sowie eine psychosoziale Betreuung angeboten. Für mehr Informationen zur Aufnahme, Behandlung und Beratung, könnt ihr hier den Flyer aufrufen.
Wenn ihr Fragen zum Thema habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentaren stellen. Ansonsten könnt ihr jederzeit, wie immer, gerne anrufen oder vorbei kommen, wenn ihr Interesse am Thema oder der Behandlung selbst habt 🙂

Quellen: WDA, DDA, Praxis Suchtmedizin

Safer use

Der ein oder die andere hat vielleicht im Zusammenhang mit Drogenkonsum schon mal vom safer use gehört. Wörtlich übersetzt bedeutet safer use eine sicherere Benutzung und beinhaltet im Zusammenhang mit Drogen Strategien, die vermeidbare Schäden beim Drogenkonsum minimieren sollen. Es gibt unzählige Safer-Use-Regeln zu verschiedenen Konsumarten und wir werden euch auch einige Internetseiten verlinken, wo ihr euch noch mal genauer über das Thema informieren könnt.

Beginnen wollen wir mit der Vorstellung der Safer Use NRW-Internetseite. Auf der Homepage findet ihr nicht nur aktuelle medizinische, politische und gesellschaftliche Mitteilungen zum Thema, sondern beispielsweise auch die Standorte von Spritzenautomaten in ganz NRW. In der Infothek der Seite findet ihr ziemlich viele Informationen zu Substanzen, Safer Use, Safer Sex sowie Heptatitis und HIV. Die Safer-Use-Regeln sind immer auf die jeweilige Konsumform angepasst. Wenn Drogen durch die Nase gezogen, also gesnieft werden, sollte immer nur das eigene Röhrchen benutzt werden. Kleinste Verletzungen der Nasenschleimhaut können Viren an und in das Röhrchen abgeben und verletzte Nasenschleimhäute können diese Viren besonders leicht aufnehmen. Beim Spritzen der Drogen sollte darauf geachtet werden, dass nur das eigene Spritzbesteck benutzt wird, im besten Falle wird für jeden Konsum neues Besteck benutzt. Weitere Safer-Use-Regeln und viele hilfreiche Informationen, die vor einer Infektion mit Hepatitis oder HIV schützen können, findet ihr u.a. auf den Internetseiten des JES Bundesverband, der deutschen Aidshilfe und der bereiets oben verlinkten Seite Safer Use NRW.

Sniff it! Plakat der Deutschen Aidshilfe
Safer Use Plakat des JES Bundesverbandes

Da wir weiter oben von eigenem Besteck gesprochen haben und man im Idealfall immer neues Besteckt benutzen sollte, wollen wir euch hier noch schnell die Spritzenautomaten vorstellen. In Wuppertal gibt es drei solcher Automaten – am Haus Schwarzbach 19, Bundesallee, Ecke Walter-Hammer-Ufer und am Gleis 1 am Döppersberg 1. Im Jahr 1989 hat die Aidshilfe NRW mit dem Land NRW ein landesweites Spritzenprojekt in die Wege geleitet. Mittlerweile stehen um die 100 Automaten in ganz NRW. Wir wollen hier die am häufigsten gestellten Fragen kurz vorstellen und verlinken euch hier natürlich noch die Seite von Safer Use NRW, wo ihr wirklich alle Informationen zu dem Projekt und dem Verlauf finden könnt.

Eine viel gestellte Frage ist die, ob die permanente Verfügbarkeit von Spritzbesteck nicht den Drogenkonsum begünstigen würde. Dazu lässt sich sagen, dass der Konsum nicht von sterilem Spritzbesteck abhängt. Spritzenautomaten haben, ganz im Gegenteil, viele Vorteile für Konsumenten und Konsumentinnen. Erst einmal wird das Risiko einer Infektion mit Hepatitis und HIV wesentlich verringert. Weiterhin ist steriles Spritzbesteck so rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, verfügbar und das auch anonym. Eine Verpackungseinheit am Automaten kostet 0,50€.

Wenn ihr Fragen zum Safer Use habt, ruft uns gerne an oder kommt vorbei.

Was kennt ihr sonst noch für Safer-Use-Regeln, von denen ihr denkt, dass so viele Leute wie möglich sie kennen sollten? Antwortet uns gerne in den Kommentaren.

Quellen: JES Bundesverband, Safer Use NRW, Deutsche Aidshilfe